Sehenswürdigkeiten

Wo die Täler des Flaumbaches und des Dünnbaches ins Moseltal münden, liegt der alte Ort Treis, seit 1969 mit Karden vereint. Ein steiler Kegelberg, der Zillesberg, ragt als Hausberg über dem Ort auf, ein kleinerer begrenzt ihn zur anderen Seite. Weiter ins Flaumbachtal hinein recken sich noch zwei Felskegel in die Höhe, von Burgen gekrönt. Die eine, Burg Treis aus dem 11. Jahrundert ist nur noch Ruine, die andere, die Wildburg, ist erhalten, in Privatbesitz und bewohnt.

Burg Treis, eine Festung von regionaler Bedeutung kam nach Erbstreitigkeiten und nach der Eroberung durch Bischof Albero 1148 an das Kurfürstentum Trier. Bischof Hillin, Alberos Nachfolger, ließ 1157 den mächtigen Bergfried der Burg Treis errichten, der als der höchste erhaltene Burgturm an der Mosel gilt.

Unterhalb der Wildburg liegt am Flaumbach die Wildburgmühle, die schon in mittelalterlichen Urkunden erwähnt wird. In jenen Zeiten waren die Mosel und ihre Nebenflüsse wegen ihres Fischreichtums berühmt. Hier an der Mühle führt uns ein kleines Denkmal vor, was daraus geworden ist: Das Relief eines Lachses zur Erinnerung an den letzten seiner Gattung, der 1945 im Flaumbach gefangen wurde.
Treis ist einer der Moselorte, die durch Bombardierungen im Jahre 1945 (u. a. wegen der Moselbrücke) erhebliche Schäden erlitten. Vieles an alter Bausubstanz ging damals verloren. Dennoch gibt es einige reizvolle Fachwerkbauten und Bürgerhäuser aus dem vorigen Jahrhundert sowie die Pfarrkirche St. Johann Baptist. Sie wurde 1824-31 durch den berühmten Architekten Johann Claudius von Lassaulx erbaut und ist eines der ersten Beispiele seiner an mittelalterlichen Vorbildern (neo-gotisch) orientierten Baukunst, die eine ganze Epoche beeinflusste.

Geschützt durch die Insel "Pommerer Werth" liegt vor Treis ein großer Jachthafen für Motor- und Segelboote.

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